2011


Neue Exponate:

Bilstein - Fahrwerksfunktionsmodell


Die Firma ThyssenKrupp BILSTEIN aus Ennepetal hat dieses ganz besondere Exponat dem Förderkreis Industriekultur Ennepetal e.V. zu Anschauungszwecken zur Verfügung gestellt. Es demonstriert den Unterschied von Öl- und Gasdruck- Dämpfern.

Aus dem BILSTEIN Motorsportprogramm stammte die Idee der anschaulichen Simulation, die u.a. auf der Jochen Rindt Show in Essen (re.) in den 1970er Jahren präsentiert worden war. Später stand das Funktionsmodell fast 20 Jahre in der Rosso Bianco Collection (Peter Kaus), einem Museum für  sportliche Oldtimer u. Rennwagen in Aschaffenburg. 2006 kam es zurück nach Ennepetal.

Nach langer Vorbereitung wurde das Funktionsmodell im Industrie-Museum Ennepetal der Presse vorgestellt. Die Auszubildenden Bastian Bankwitz und Thorsten Stiebler hatten unter Anleitung des Schlossermeisters Göttert und der für die Elektrik zuständigen Ausbilder Kara und Kaufmann das alte Modell überholt, gereinigt, gestrichen - also rundum in Stand gesetzt. Natürlich wurde den heutigen geänderten Sicherheitsvorschriften ebenfalls Rechnung getragen und das Modell entsprechend eingehaust.

"Für die Auszubildenden war das nicht nur Lernen am Detail oder am einzelnen Werkstück, sondern in seiner Gesamtheit," betont Ausbilder Kaufmann und erhält von den Azubis Bankwitz und Stiebler die Zustimmung, dass eine solche Abwechslung im Arbeitsalltag auch richtig Spaß macht.

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Döpp bedankte sich im Namen des Förderkreises Industriekultur Ennepetal e.V. besonders bei den Auszubildenden und Ausbildern, sowie bei den Herren Miska, Münstermann und Wörmann von ThyssenKrupp BILSTEIN für ihre Unterstützung.

Nun kommt das BILSTEIN Fahrwerksfunktionsmodell als anschauliches Museumsexponat zu neuen Ehren.

 
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Mikrowelle im Charme der 60er Jahre


Der ehemalige Mitinhaber der Schwelmer Herdfabrik Boecker, Walter Boecker, stellte dem Förderkreis Industriekultur Ennepetal e.V. zwei Fabrikate aus seiner ehemaligen Produktion zu Anschauungszwecken zur Verfügung.

Was auf den ersten Blick aussieht, wie eine Waschmaschine mit Haube, stellt die Versuche des Garens mit konzentrierter Wärmeentwicklung dar. Als Kundenkreis nahm man in den 1960er Jahren vorrangig Diätküchen, Sanatorien, sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe in den Blick. Die Verwendung im privaten Haushalt wurde erst rund 20 Jahre später aktuell.

 
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Rechtzeitig zum Tag der offenen Tür am 7. August wurde in der obersten Etage des Backsteinbaus eine systematische Ausstellung der unterschiedlichen Form- und Gießverfahren fertiggestellt. Sie zeigt sehr anschaulich die Unterschiede zwischen den einzelnen bewährten Formverfahren mit Dauermodellen und Dauerformen sowie ihre Einsatzmöglichkeiten anhand typischer Produkte. Um diese Bereicherung haben sich besonders Uwe Drees und Dr.-Ing. Horst Kowalke verdient gemacht. Ihnen und den Firmen, die praktische Beispiele (Modelleinrichtungen, Formen und Gussteile) zur Verfügung stellten, gilt unser ausdrücklicher Dank.

Um in der Vorführ- und Mitmach-Gießerei zukünftig auch Eisenwerkstoffe schmelzen zu können, wurde uns von der Firma Hüttenes-Albertus, Hannover, ein dort gefertigter einfacher Schmelzofen für Gasfeuerung dankenswert kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Vorträge und Veranstaltungen


Film- und Vortragsveranstaltung am 15. November 2011


  1. Film von Horst Groth, Ennepetal: »Carl August Bauer« – Zur Geschichte der Firma von der Gründung 1869 bis zur Schließung nach über 140 Jahren am 31.12.2010.
  2. Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Helmut Burger, Biedenkopf: »Öfen und Ofenplatten – Eiserne Kulturgüter der Renaissance – Ars sacra in ferro«.


Vortrag "Die Entwicklung der heimischen Industrie" am 11.03.2011 das Thema des Abendvortrages von Friedrich-Wilhelm Schlottmann


Schlottmann, der fasziniert ist von der Eisenverarbeitung vergangener Zeiten ist, hat sich u.a. mit der Entwicklung einer Reihe von Modellen wassergetriebener Hammerwerke zum Experten für die Darstellung alter Arbeitstechniken entwickelt. Im Laufe der Zeit ist eine ansehnliche Sammlung beweglicher Modelle entstanden, die einen Eindruck in die Landschaft frühindustrieller Eisen- und Eisenwarenproduktion geben.

Im Industrie-Museum Ennepetal sind die Modelle von Friedrich-Wilhelm Schlottmann ausgestellt.

Prominente Besucher des Industrie-Museums

Am 27. Juli 2011 besuchten Oliver Wittke, Generalsekretär CDU NRW, und Dr. Ralf Brauksiepe, MdB, Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, das Industrie-Museum Ennepetal.

Der Geschichtsausschuß des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute e. V. mit Teilnehmern aus Deutschland, England, Österreich und den Niederlanden besuchte das Museum am 25. Mai 2011.

Mitte August hatte die Gruppe Kunstraum EN mit Werner Kollhoff Künstler des »Koningklijke Portaelskring Vilvoorde« mit Pierre Bogaerts aus der belgischen Partnerstadt von Ennepetal zu Gast im Industrie-Museum. Die auf Leinen gemalten „lebensgroßen Maschinen aus dem Straßen-Industriemuseum“ und weitere Kunstwerke sollen in Belgien und im September 2012 in Ennepetal ausgestellt werden.